Alle Artikel in: Archivgut

Auf ins Grüne – Archivberatung im Umland

Der Mohn klatscht, die Kornblumen rascheln und man wird fast von einer Biene umgeflogen – willkommen auf Schloss und Gut Liebenberg. Die erste Station am heutigen Tage, das ist wörtlich zu nehmen. Theoretisch hätten wir auch mit der U-Bahn fahren können. Mitten auf der Wiese steht ein markanter U-Bahn-Eingang – es handelt sich jedoch um eine Kunstinstallation. Und tatsächlich liegt Liebenberg eher dezentral auf halber Strecke zwischen Löwenberg und Liebenwalde und ca. 60 Kilometer nördlich von Berlin.

In Arbeit: der Bestand der Berliner Börse AG

1685 wurde die Börse Berlin durch ein Edikt des „Großen“ Kurfürsten Friedrich Wilhelm gegründet. Aus den sogenannten „Morgensprachen“, wie die Zusammenkünfte der Gilden bezeichnet wurden, entwickelten sich regelmäßige, als Bourse bezeichnete Treffen, die ab 1696 in einem Gebäude des Amtes Mühlenhof auf dem Mühlendamm stattfanden, bis König Friedrich Wilhelm I. 1738 den Gilden die „Grotte“, ein Gartenhaus im Lustgarten, als Börsengebäude überließ.

Gebr. Läkamp Malermeister – eine 100-jährige Unternehmensgeschichte aus Tempelhof

So ein Archiv-Alltag ist immer wieder für Überraschungen gut. Für einen Vortrag bei der CompGen habe ich verschiedene Karteikarten „blind“ aus der Handwerksrolle der Berliner Handwerkskammer (K5/2) gezogen und bin über eine Karte „Gebr. Läkamp Malermeister“ in der Schönburgstraße 4 in Berlin-Tempelhof gestolpert. Erstaunt las ich auf dieser Karte, dass dieses Unternehmen nicht nur Mitglied der Handwerkskammer war, sondern auch seit 1922 im Handelsregister verzeichnet war.

Time to Say Goodbye – Mein Projekt endet

Nicht nur Weihnachten rückt immer näher, sondern auch mein letzter Arbeitstag im Berlin-Brandenburgischen Wirtschaftsarchiv. Mein befristeter Vertrag läuft zum Ende des Jahres aus. In den knapp drei Monaten meiner Tätigkeit ist jedoch das gelungen, woran ich zu Projektbeginn noch ernsthaft gezweifelt habe: alle 4.552 Briefköpfe zu digitalisieren! Das „Scanrad“ ruht endlich.

Ein Ausflug nach Britz

Smartphone – check. Stift, Papier – check. Proviant – check. Phaser – Spaß! Aber ich nehme eine Taschenlampe mit – zur Sicherheit. Ist schließlich mein erster Auswärtstermin so ganz allein. Ich komme mir ziemlich cool vor, wie ich den Buckower Damm entlang zur INKiESS Bargeldlogistik GmbH stapfe.

Circus mit zweimal C – Aus dem Nachlass des Sammlers Martin Schaaff (Teil 2)

Ein echter Sammler wie Martin Schaaff sammelte natürlich auch Dokumente über andere Sammler. Dillenberg, Weise und Zscharschuch hatten ebenfalls private Liebhaber-Museen, die bis unters Dach gingen. Circusfreund Friedel Zscharschuch stellte mal vor einem Reporter klar, dass Circus immer mit zweimal C geschrieben wird. „Denn Zirkus mit Z – das klinge wie ein Schimpfwort.“ Da stellt sich dann doch die Frage, wie spricht sich eigentlich Circus mit zweimal C aus?