Autor: Tania Estler-Ziegler

Enders Bräu oder ein überraschender Fund…und jetzt brauchen wir IHRE Hilfe!

Historiker, Archivare oder ähnlich gestrickte Berufsgruppen sollten nicht auf den Flohmarkt gehen. Erstens wird das meistens teuer und zweitens pflegen solche Menschen, manchmal Dinge zu kaufen, die vielleicht interessant sein könnten. Genau dazu gehört dieses Foto, was zunächst gekauft wurde, weil offensichtlich eine Belegschaft vor einem Backsteingebäude (ein Industriebau) posiert und auf einem Schild zwischen ihnen „Weissensee Berlin“ (örtlicher Bezug) zu lesen ist.

Ein neuer Bestand: Portraitfotos aus den Fotoateliers des Kaufhauses Jandorf

Vor kurzem erhielt das Berlin-Brandenburgische Wirtschaftsarchiv eine Fotosammlung aus Privatbesitz geschenkt. Dabei handelt es sich um Portraitfotos von Kunden, die im hauseigenen Fotostudio des Kaufhauses Jandorf in Berlin zwischen 1900 und 1915 angefertigt wurden. Grund genug, einmal auf die interessante Geschichte dieses Unternehmens und seines Firmengründers zurückzublicken.

„Berlin goes ECHY“ – 20 Schülerinnen und Schüler der Emil-Fischer-Schule im BBWA

„Wo finde ich meine Geburtsurkunde?“, „Haben Sie Kopien meiner Zeugnisse?“, „Wird hier öfter versucht einzubrechen, um wertvolle Unterlagen zu stehlen?“, „Müssen die Unternehmen, die ihre historischen Unterlagen ins Archiv bringen, etwas dafür zahlen?“ – das waren nur einige der Fragen, der zwanzig sehr interessierte Schülerinnen und Schüler der Emil-Fischer-Schule bei der gestrigen Archivführung im Berlin-Brandenburgischen Wirtschaftsarchiv (BBWA).

Unter der Lupe – Schokolade mit Tradition – Die Hildebrand Kakao- und Schokoladenfabrik

Seit Hernán Cortés 1528 die Kakaobohne aus Mittelamerika nach Spanien gebracht hatte, blieb sie bis ins 19. Jahrhundert hinein ein Luxusgut für den Adel und für wohlhabende Bürger. Erst der Einsatz von modernen Maschinen, neuen Verarbeitungsmethoden und höhere Erträge im Kakaoanbau trugen dazu bei, dass auch für andere Bevölkerungsschichten Schokoladenprodukte erschwinglich wurden. Theodor Hildebrand war nicht der einzige, der das Potenzial der Kakao- und Schokoladenproduktion erkannte. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts wurden zahlreiche Schokoladenfabriken gegründet. Als die erste in Deutschland gilt die 1804 gegründete Halloren Schokoladenfabrik in Halle. Auch Sie entstand aus einer Konditorei. Besonders viele Neugründungen fanden nach dem ersten Weltkrieg statt. 1914 gab es in Deutschland rund 180 Schokoladenfabrikanten, 1925 waren es bereits um die 350.

Vortrag: Johann Gregor Memhardt und Michiel Matthijszoon Smids. Niederländische Bauingenieure im 17. Jahrhundert in Berlin Brandenburg

Die Vortragsreihe zu „Praktiken und Potentiale von Baugeschichte – Berliner Bauingenieure“ widmet sich 2018 herausragenden Bauingenieuren aus den letzten vier Jahrhunderten, von denen jeder der Stadt seinen Stempel aufgedrückt hat. Der nächste Vortrag im Deutschen Technikmuseum beschäftigt sich mit:

Vortrag: „Städtische Transportinfrastrukturen: Die Ringbahn in Berlin“

Im Rahmen der Vortragsreihe „Berlin 1920-2020: Die Wiederentdeckung der Industriekultur“ des „Berliner Zentrums Industriekultur (bzi)“ findet am 15. Mai 2018 der Vortrag von Prof. Dr. Harald A. Mieg (Humboldt Universität zu Berlin/ETH Zürich) zu „Städtische Transportinfrastrukturen: Die Ringbahn in Berlin“ im Deutschen Technikmuseum statt.