Monate: Mai 2015

v.l.n.r. Wengenroth, König, Dürr, Stahl und Irmer (Foto: BBWA)

12. Industriekulturabend mit Podiumsgespräch im Goldbergersaal

Von der Elektropolis zur digitalen Metropole Berlin Nicht zum ersten Mal entwickelt sich Berlin als Hoffnungsträger und Impulsgeber für neue Technologien. Vor mehr als 100 Jahren erkannte Emil Rathenau die Zukunftschancen der Elektrizität und ebnete so den Weg zur Elektropolis Berlin. Eine Entwicklung, die untrennbar mit der Geschichte Berlins verbunden ist. Damals, im Berlin des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts, entstand eine boomende Elektroindustrie, die neben zahlreichen kleinen Firmen auch die AEG, Telefunken, Loewe und Siemens hervorbrachte.

Crowdsourcing beim VBKI (Foto: BBWA)

Zeitzeugen zum „Crowdsourcing“ befragt

Im Zuge der Verzeichnung des Photo-Bestands des VBKI stand am Donnerstag, dem 28. Mai, ein Ortstermin im Ludwig-Erhard-Haus an. Das Ziel des Termins: Informationsgewinn mit Hilfe der „Crowd“. Personen, Orte und Ereignisse sollten bei bereits verzeichneten Bilderserien mit Hilfe von Zeitzeugen identifiziert werden. Die getroffene Photo-Auswahl hatte ihren Schwerpunkt in der Zeit der 1950er und 60er Jahre und zeigte Mitgliederversammlungen, Festbälle, Vorträge und andere Ereignisse beim VBKI.

Werksgelände am Eichborndamm

Renovierungs- und Bauarbeiten vor dem Wirtschaftsarchiv

Vor mehr als hundert Jahren, 1907 bis 1917, wurden am Eichborndamm die neogotischen Werksgebäude der Deutschen Waffen- und Munitionsfabriken (DWM) aus roten Ziegeln errichtet, damals noch unter der Adresse Charlottenburger Straße 15-27. Denn erst 1938 erhielt die Straße den Namen des Berliner Bankiers Ludwig Eichborn (1819-1903). Die DWM errichteten zunächst auf dem südlichen Teil des späteren Werkskomplexes, um hier auf großzügigem Gelände die Kugellagerfabrik zu errichten, der es auf dem alten Standort in Martinikenfelde zu eng geworden war.

Neuer Start für die Bezirksgeschichten

Jedes Jahr erscheinen im Verlag BFB BestMedia4Berlin („Gelbe Seiten“) lokale Branchenbücher in Form der Kompakt-Hefte, in denen nicht nur gebündelte Informationen über Unternehmen, Dienstleister, Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants zu finden sind. Darüber hinaus enthalten die Hefte in einem vielgestaltigen „Bezirksfenster“ einen redaktionellen Teil mit weiterführenden Informationen für den jeweiligen Stadtteil. In diesem Rahmen erscheinen seit 2009 die vom Wirtschaftsarchiv erstellten Bezirkswirtschaftsgeschichten.