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Ausstellungshallen am Kaiserdamm – Entstehung des Messegeländes

Berlin liebt Massenereignisse, und das Berliner Jahr wird weniger durch Heiligenfeiertage als durch den Rhythmus der Ausstellungen „unter dem Funkturm“ getaktet. Drei von ihnen gehen unmittelbar auf die 1920er Jahre zurück: Grüne Woche, Funkausstellung und Automobilausstellung. Nach Ausstellungen in den Stadtbahnbögen der Georgenstraße und in den Ausstellungshallen am Zoo ließ der Verein Deutscher Motorfahrzeugindustrieller 1914 durch Hans Alfred Richter eine repräsentative Halle am Stadtbahnring in Charlottenburg errichten. Nach Kriegsende 1918 wurden durch die dekretierte Demilitarisierung ehemalige Kasernengelände für andere Nutzungen frei.

„Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ – 100 Jahre UFA

Die UFA stand über Jahrzehnte für großes deutsches Kino mit Stummfilmen wie „Dr. Mabuse“ (1922) und „Metropolis“ (1927) oder dem berühmten Tonfilm „Der blaue Engel“ (1930), aber auch Komödien wie die „Feuerzangenbowle“ (1944). Dieses Jahr feiert der Filmkonzern, der heute hauptsächlich für das Fernsehen produziert, seinen 100. Geburtstag.

Unternehmensansiedlungen in Charlottenburg

Um 1830 erreichte die Industrialisierung aus Berlin auch das Umland mit Charlottenburg. Die Selbstständigkeit als Stadt Chalottenburg dokumentierte später eindrucksvoll der Neubau des Rathauses. Durch die Ringbahn hatte Charlottenburg Anschluss an das Eisenbahnnetz, die Energieversorgung übernahmen das Kraftwerk an der Spree und das Gaswerk in Martinikenfelde.