Alle Artikel in: Wirtschaftsgeschichte

Enders Bräu oder ein überraschender Fund…und jetzt brauchen wir IHRE Hilfe!

Historiker, Archivare oder ähnlich gestrickte Berufsgruppen sollten nicht auf den Flohmarkt gehen. Erstens wird das meistens teuer und zweitens pflegen solche Menschen, manchmal Dinge zu kaufen, die vielleicht interessant sein könnten. Genau dazu gehört dieses Foto, was zunächst gekauft wurde, weil offensichtlich eine Belegschaft vor einem Backsteingebäude (ein Industriebau) posiert und auf einem Schild zwischen ihnen „Weissensee Berlin“ (örtlicher Bezug) zu lesen ist.

Ein neuer Bestand: Portraitfotos aus den Fotoateliers des Kaufhauses Jandorf

Vor kurzem erhielt das Berlin-Brandenburgische Wirtschaftsarchiv eine Fotosammlung aus Privatbesitz geschenkt. Dabei handelt es sich um Portraitfotos von Kunden, die im hauseigenen Fotostudio des Kaufhauses Jandorf in Berlin zwischen 1900 und 1915 angefertigt wurden. Grund genug, einmal auf die interessante Geschichte dieses Unternehmens und seines Firmengründers zurückzublicken.

Industriekultur in Brandenburg – ein Themenheft mit Wirtschaftsarchiv

Die Museumsblätter #32 des Museumsverbandes Brandenburg sind erschienen und stehen unter dem Motto: “Industriekultur in Brandenburg – Perspektiven eines kulturhistorischen Erbes”. Hierin spiegelt sich auch das Europäische Kulturerbejahr “Sharing Heritage”, das in Berlin einen Schwerpunkt auf die Industriekultur ausprägt.

Vignetten zur bezirklichen Wirtschaftsgeschichte

Seit 2010 veröffentlicht das Wirtschafsarchiv kleine Vignetten zur wirtschaftlichen und industriellen Entwicklung der Berliner Verwaltungsbezirke, kurz die “Bezirkswirtschaftsgeschichten”. In ihnen tummeln sich alle Themen der ökonomischen Stadtentwicklung, von den ersten Dampfmaschinen innerhalb der Grenzen der alten Akzisemauer über die Folgen der Elektrifizierung der “Elektropolis” Berlin bis zur Infrastrukturgeschichte der Randbezirke als Ausflugsziele und den Wandel durch die industrielle Randwanderung.

Unter der Lupe – Schokolade mit Tradition – Die Hildebrand Kakao- und Schokoladenfabrik

Seit Hernán Cortés 1528 die Kakaobohne aus Mittelamerika nach Spanien gebracht hatte, blieb sie bis ins 19. Jahrhundert hinein ein Luxusgut für den Adel und für wohlhabende Bürger. Erst der Einsatz von modernen Maschinen, neuen Verarbeitungsmethoden und höhere Erträge im Kakaoanbau trugen dazu bei, dass auch für andere Bevölkerungsschichten Schokoladenprodukte erschwinglich wurden. Theodor Hildebrand war nicht der einzige, der das Potenzial der Kakao- und Schokoladenproduktion erkannte. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts wurden zahlreiche Schokoladenfabriken gegründet. Als die erste in Deutschland gilt die 1804 gegründete Halloren Schokoladenfabrik in Halle. Auch Sie entstand aus einer Konditorei. Besonders viele Neugründungen fanden nach dem ersten Weltkrieg statt. 1914 gab es in Deutschland rund 180 Schokoladenfabrikanten, 1925 waren es bereits um die 350.

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Zwischen Wilhelmsruh und Französisch Buchholz

Wenn man Pankow beschreiben will, kann man trocken sagen: “Der 1920 geschaffene Berliner Bezirk Pankow gliedert sich in die Ortsteile Blankenburg, Blankenfelde, Buch, Buchholz, Heinersdorf, Karow sowie Niederschönhausen, Rosenthal und Wilhelmsruh”. Einige Ortstiele aber sind – gar nicht trocken – Stätten intensivster Produktion und bemerkenswerten Gewerbfleißes gewesen.

Karl Paulke und sein Kopfwaschpulver

Das am 30.04.1951 ausgefüllte Formular zur kostenlosen Aufnahme in das „ABC der Westberliner Wirtschaft“ wirbt mit dem ellenlangen Fabrikationsprogramm „Kopfwaschpulver u. Seifen-Shampoo; Oel-Haarwäsche; fl. Kopfwaschseife; fl. Handwaschseife; Eau de Cologne; Parfums; Mundwässer-Zahnpflegemittel; Kopf- u. Toilette-Wässer; Haarpflegemittel u. Haarkuren; Brillantine-Pomade; Frisiercreme; Haaröle; Haarglanzmittel u. Fixateure; Haartönungsmittel; Salben-Creme-Hautöl; Badepräparate; Körperpflege-Artikel; Rasierbedarf; Manicure-Einrichtungen-Instrumente-Präparate.“