Alle Artikel in: Wirtschaftsgeschichte

Unternehmensansiedlungen in Charlottenburg

Um 1830 erreichte die Industrialisierung aus Berlin auch das Umland mit Charlottenburg. Die Selbstständigkeit als Stadt Chalottenburg dokumentierte später eindrucksvoll der Neubau des Rathauses. Durch die Ringbahn hatte Charlottenburg Anschluss an das Eisenbahnnetz, die Energieversorgung übernahmen das Kraftwerk an der Spree und das Gaswerk in Martinikenfelde.

Fischerei mitten in Berlin

Fischerei mitten in Berlin? Aber ja: Wo heute sechs 21-stöckige Plattenbauten die Fischerinsekl markieren, im alten südöstlichen Cölln, saßen früher die Fischer- und Schifferfamilien und betrieben den Fischmarkt. Mit der Errichtung der Fischerbrücke 1683 wurden die Fischmärkte von Berlin und Cölln verbunden, wuchsen aber erst zusammen, als 1699 die Erlaubnis für feste Buden und Stände erteilt wurde. Mit der Regulierung der Spree kamen andere Handwerker hinzu, die das Viertel veränderten.

Von Werner von Siemens und Albert Einstein bis zur Neuerfindung des Buches – 175 Jahre Wissenschaftsverlag Springer

Der Wissenschaftsverlag Springer ist 175 Jahre alt geworden. Den Grundstein legte Julius Springer am 10. Mai 1842 im Alter von 25 Jahren mit der Gründung einer Buchhandlung samt Verlag in Berlin. Er hatte die Vision, wissenschaftlich fundierte Informationen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Über vier Generationen blieb der Verlag in Familienbesitz. Heute ist Springer ein internationaler Wissenschaftsverlag mit über 50 Standorten weltweit und gehört zur Verlagsgruppe Springer Nature.

Motard, nicht Motorrad – die Scheidemandel-Motard-Werke AG

In den 1950er Jahren stellten die Chemie-Nachrichten fest: „Wachsender Wohlstand breiter Bevölkerungskreise, verbunden mit dem ausgeprägten Trend, behaglich zu wohnen, hat dem Kerzengeschäft kräftigen Auftrieb gegeben. […] Die festlich-anheimelnde Atmosphäre des Kerzenlichts möchten in unserer hastigen und betriebsamen Zeit immer weniger Menschen missen. Der Aufschwung des Kerzenabsatzes hat sich auch in diesem Jahr unverändert fortgesetzt.“

Industrieboom in Treptow

Treptow war in der Gründerzeit bereits ein erstrangiger Industriestandort, der wegen seiner zahlreichen frühverlegten Bahnlinien und der Spree eine hervorragende Anbindung besaß. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden hie rzum Teil bedeutende Unternehmen. Als dann 1887 die Berliner Bauordnung auf die Landgemeinde Treptow übertragen wurde, begann auch ein rascher Wohnungsbau in der aus der Innenstadt bekannten Massenquartiersbauweise.

Schwartzkopff im Feuerland

Bald wird es „Schwartzkopffstraße“ heißen, wenn die Presse ein Synonym für den Bundesnachrichtendienst benutzt, und nicht mehr „Pullach“, wo der Dienst noch seinen Sitz hat. Die neue Zentrale an der Chausseestraße soll dieses Jahr noch fertig werden, hat aber schon heute seinen Spitznamen im gewohnt scharfzüngigen Hauptstadtjargon: „Umzugskiste“. Die Gegend hieß nach Berliner Schnauze früher einmal „Feuerland“.