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“Europa in Reinickendorf 2018” – Ausstellungseröffnung im Video

Vom 2. bis 15. Mai fand die bundesweite Europawoche statt. Bei einer Vielzahl von Veranstaltungen und Aktionen waren die Berlinerinnen und Berliner eingeladen, über Europa zu hause und das Zuhause in Europa mehr zu erfahren. Für das Wirtschaftsarchiv bedeutete dies, das eigene Europa-Projekt “Industriespaziergänge in Reinickendorf” vor- und ausstellen zu dürfen, das im Rahmen des Förderinstrumentes “Lokales soziales Kapital” gefördert worden ist. Die Europa-Woche stand diesmal auch im Kontext des Europäischen Kulturerbejahres 2018, zu dessen Programm zur Industriekultur Berlins das Wirtschaftsarchiv ebenfalls seinen Beitrag leistet, indem es im Juni Schülergruppen über die eigene Arbeit und die Wirtschafts- und Industriegeschichte Berlins informiert. Die Eröffnung der Ausstellung “Europa in Reinickendorf” fand am 17. April im Nordfoyer des Rathauses statt, wo sich Projekte aus dem Bezirk präsentierten. Die Taco GmbH hat hieraus ein Video gestaltet und nun veröffentlicht. Ausstellungseröffnung im Video

Unter der Lupe – Schokolade mit Tradition – Die Hildebrand Kakao- und Schokoladenfabrik

Seit Hernán Cortés 1528 die Kakaobohne aus Mittelamerika nach Spanien gebracht hatte, blieb sie bis ins 19. Jahrhundert hinein ein Luxusgut für den Adel und für wohlhabende Bürger. Erst der Einsatz von modernen Maschinen, neuen Verarbeitungsmethoden und höhere Erträge im Kakaoanbau trugen dazu bei, dass auch für andere Bevölkerungsschichten Schokoladenprodukte erschwinglich wurden. Theodor Hildebrand war nicht der einzige, der das Potenzial der Kakao- und Schokoladenproduktion erkannte. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts wurden zahlreiche Schokoladenfabriken gegründet. Als die erste in Deutschland gilt die 1804 gegründete Halloren Schokoladenfabrik in Halle. Auch Sie entstand aus einer Konditorei. Besonders viele Neugründungen fanden nach dem ersten Weltkrieg statt. 1914 gab es in Deutschland rund 180 Schokoladenfabrikanten, 1925 waren es bereits um die 350.

Heute vor 95 Jahren: Europa-Pressedienst Tischert

Europa-Pressedienst – ein Name, der an große und kleine Schlagzeilen aus aller Herren Länder denken lässt. An Nachrichten aus Politik und Kultur, vielleicht über Reise und Abenteuer, fremde Völker und die Geschehnisse der großen weiten Welt im heimischen Wohnzimmer versprach. Bis auf einige Ausnahmen galt das Hauptinteresse des Begründers und Inhabers Hans Tischert jedoch vornehmlich der deutschen Wirtschaft.

Fotograf: Marcel Gewies

Borsigwalder Woche – Besuch im Archiv

Nach dem Erfolg der letzten Borsigwalder Woche 2017 fand diese Veranstaltungsreihe auch in diesem Jahr wieder statt: Vom 14. bis zum 19. Mai haben die Borsigwalder (aber nicht nur diese!) die Möglichkeit, den Reinickendorfer Ortsteil nochmal ganz neu kennen zu lernen: Gleich am 14. Mai Besuche im Landesarchiv Berlin und im Wirtschaftsarchiv auf dem Programm. Verbunden wurden die Einblicke ins Archiv mit einem historischen Rundgang über das Werksgelände der Deutsche Waffen- und Munitionsfabriken.

Vortrag: Johann Gregor Memhardt und Michiel Matthijszoon Smids. Niederländische Bauingenieure im 17. Jahrhundert in Berlin Brandenburg

Die Vortragsreihe zu „Praktiken und Potentiale von Baugeschichte – Berliner Bauingenieure“ widmet sich 2018 herausragenden Bauingenieuren aus den letzten vier Jahrhunderten, von denen jeder der Stadt seinen Stempel aufgedrückt hat. Der nächste Vortrag im Deutschen Technikmuseum beschäftigt sich mit:

Vortrag: „Städtische Transportinfrastrukturen: Die Ringbahn in Berlin“

Im Rahmen der Vortragsreihe „Berlin 1920-2020: Die Wiederentdeckung der Industriekultur“ des „Berliner Zentrums Industriekultur (bzi)“ findet am 15. Mai 2018 der Vortrag von Prof. Dr. Harald A. Mieg (Humboldt Universität zu Berlin/ETH Zürich) zu „Städtische Transportinfrastrukturen: Die Ringbahn in Berlin“ im Deutschen Technikmuseum statt.

“Beutebuch” aus der Bibliothek der Handelshochschule Berlin

Zu den Bänden der “Bibliothek der Industrie- und Handelskammer zu Berlin, Abt. II Börse und Handels-Hochschule” gesellte sich ein Neuzugang – oder vielmehr ein lange abwesender Bekannter. Von der deutschen Botschaft in Tiflis erhielten wir unter dem Stichwort “Rückgabe sog. ‘Beutebücher’” den Band “Die Prinzipien der Lebensversicherungs-Mathematik” von 1903.

Unter der Lupe – Auch der spannendste Recherchekurs hat ein Ende

Die letzten Stunden sind angebrochen. Für die Teilnehmer/-innen des Recherchekurses der indisoft GmbH ist heute der letzte Tag bei uns im Berlin-Brandenburgischen Wirtschaftsarchiv. Es wurde gegoogelt, in digitalen Zeitschriften und Zeitungen gestöbert, sich durch die Berliner Adressbücher mit ihren eingeschränkten Suchmöglichkeiten gequält, die Unternehmensakten der IHK und die unterschiedlichsten Sammlungen in unserem Magazin durchwühlt, die Augias-Suche und die Bestände im Landesarchiv bemüht, Unterlagen im Archiv und Bibliothek des Deutschen Technikmuseum eingesehen, Zeitzeugen interviewt und in Heimatmuseen sowie –vereinen noch nach einem letzten möglichen Hinweis zu dem jeweiligen Unternehmen gefahndet.

Unter der Lupe – Ein weiteres Projekt zur Rekonstruktion der Geschichte von Berliner und Brandenburger Unternehmen

Sie erinnern sich sicherlich noch daran, dass letztes Jahr im Oktober sieben Umschüler/-innen der Bildungs- und Umschulungseinrichtung indisoft GmbH die Geschichte von sieben Berliner Unternehmen innerhalb von acht Tagen rekonstruiert und in unserem Archivspiegel die Unternehmensgeschichten veröffentlicht haben.