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Unter der Lupe – Auch der spannendste Recherchekurs hat ein Ende

Die letzten Stunden sind angebrochen. Für die Teilnehmer/-innen des Recherchekurses der indisoft GmbH ist heute der letzte Tag bei uns im Berlin-Brandenburgischen Wirtschaftsarchiv. Es wurde gegoogelt, in digitalen Zeitschriften und Zeitungen gestöbert, sich durch die Berliner Adressbücher mit ihren eingeschränkten Suchmöglichkeiten gequält, die Unternehmensakten der IHK und die unterschiedlichsten Sammlungen in unserem Magazin durchwühlt, die Augias-Suche und die Bestände im Landesarchiv bemüht, Unterlagen im Archiv und Bibliothek des Deutschen Technikmuseum eingesehen, Zeitzeugen interviewt und in Heimatmuseen sowie –vereinen noch nach einem letzten möglichen Hinweis zu dem jeweiligen Unternehmen gefahndet.

Unter der Lupe – Ein weiteres Projekt zur Rekonstruktion der Geschichte von Berliner und Brandenburger Unternehmen

Sie erinnern sich sicherlich noch daran, dass letztes Jahr im Oktober sieben Umschüler/-innen der Bildungs- und Umschulungseinrichtung indisoft GmbH die Geschichte von sieben Berliner Unternehmen innerhalb von acht Tagen rekonstruiert und in unserem Archivspiegel die Unternehmensgeschichten veröffentlicht haben.

Vortrag: Strom für die Welt – Wie die Elektropolis Berlin den Weltmarkt eroberte

Die Vortragsreihe „Berlin 1920-2020: Die Wiederentdeckung der Industriekultur“ hat seit Herbst 2017 bereits wichtige Themen beleuchtet, indem die vielfältigen Verbindungen von Stadt und Industriekultur im internationalen Vergleich ausgewählter Fallstudien vorgestellt werden. Die Vortragsreihe wird bis Januar 2019 vom Deutschen Technikmuseum, dem Berliner Zentrum Industriekultur sowie vom Verband Deutscher Ingenieure und vom Georg-Simmel-Zentrum für Metropolenforschung der Humboldt-Universität veranstaltet. Die Reihe ist Teil von Sharing Heritage, dem Programm zum Europäischen Kulturerbejahr 2018.

Keine Atempause …

Berlin ist ständig in Bewegung, laufend im Wandel. Das Straßenbild ändert sich fortwährend, manchmal scheinbar über Nacht. Um hier im Gedächtnis zu bleiben, Präsenz zu zeigen und dennoch den Nerv der Zeit zu treffen, sind Ideen gefragt und heiß umkämpft – ein Kaleidoskop des Erfindungsreichtums, genauso schnelllebig und wandelbar wie die Metropole selbst. So verwundert es nicht, dass auch die traditionsreichsten Unternehmen der Hauptstadt versuchen müssen, Schritt zu halten. Bei der Durchsicht und Erschließung der Werbe- und Firmenschilder des Kiepert-Bestandes verharrten wir einen Augenblick in diesen Momentaufnahmen der Ideenfindung.

Gedenktafel für DDG-Archivgründer Albrecht Scholz

Am 24. März vor fünf Jahren verstarb Prof. Dr. Albrecht Scholz, dem die Deutsche Dermatologische Gesellschaft die Gründung eines DDG-Archivs verdankt. Scholz war nicht nur Dermatologe, sondern auch Wissenschaftshistoriker, Chronist seiner Zunft und Biograph zahlreicher bedeutender Dermatologen, insbesondere auch der jüdischen Hautärzte, die im Nationalsozialismus verfolgt, ermordet oder ins Exil getrieben wurden.

Ostzone siehe Sowjetzone

„Sie verlassen den amerikanischen Sektor“ – das war beachtlich, dieses Schild, als die Zonengrenzen in der geteilten Stadt noch sichtbar waren und der Kalte Krieg eine politische Sprache mit neuen Bezeichnungen diktierte und der Alltag dabon geprägt war. Die „Berliner Wirtschaft“, die Mitteilungen der Industrie- und Handelskammer Berlin, zeigt im Register unter anderem: Ostzone siehe Sowjetzone

Ottobock auf Bötzow – 18. Industriekultrabend des BBWA

Am 10. November kombinierte das Berlin-Brandenburgische Wirtschaftsarchiv auf seinem 18. Industriekulturabend historische Themen mit aktuellen Anlässen: Das Veranstaltungsformat zeigt, dass die Wirtschaftsgeschichte nichts völlig Vergangenes ist, sondern in der Gegenwart fortwirkt und unsere Zukunft mitbestimmt. Dieses Mal ging es um die Nachnutzung von Industriebauten für vielfältige kulturelle, wirtschaftliche und gesellschaftliche Projekte, nämlich den Umbau der alten Bötzow-Brauerei.