Archivgut, Wirtschaftsgeschichte
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Die weißen Adler der Fahrschule am Rathhaus Steglitz

Die 1925 gegründete „Fahrschule am Rathaus Steglitz“ war für ihre eleganten weißen Limousinen der Marke Adler bekannt. Fahrschulbetreiber Hans Schöckel besaß auch einen Autosalon für Automobile der in der Obentrautstraße ansässigen Adlerwerke-Filiale im selben Haus, in der Schloßstraße 34-35. Nach dem Krieg versuchte Schöckel erneut auf die Beine zu kommen – immerhin gab es 1951 schon 17.000 Fahrschüler in Berlin, 1957 waren es 28.000, die in 149 Fahrschulen auf ihre Führerscheinprüfung vorbereitet wurden. Doch in den 50er Jahren hatte sich der Trend zur Großfahrschule nicht durchsetzen können, trotz fliegender Straßenwerber und aggressiver Abwerbepolitik: Die meisten Fahrschulen besaßen ein oder zwei Fahrzeuge mit ebenso vielen Fahrlehrern. Schöckel erhielt kein Aufbaudarlehen und musste 1959 seinen Traum, die „Fahrschule am Rathaus Steglitz“ wieder aufzubauen, begraben.

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Fahrschule am Rathaus Steglitz (BBWA K 1/1/7704)

Unterrichtsraum der Fahrschule am Rathaus Steglitz (BBWA K 1/1/7704)

Salon für Adler-Automobile (BBWA K 1/1/7704)

Kraftfahrzeug-Sonderschau am Rathaus Steglitz (BBWA K 1/1/7704)

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