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Fotodokumentation des Gebäudetechnikers Rietschel & Henneberg im Wirtschaftsarchiv

Das Wirtschaftsarchiv erhielt jüngst drei Fotoalben mit Dokumentationen von Bauvorhaben des Gebäudeausstatters Rietschel & Henneberg GmbH & Co., der 1872 vom „Vater der Heizungs- und Klimatechnik“ Hermann Rietschel und seinem Kompagnon Rudolf Henneberg gegründet worden war.

Neue Heizzentrale für Mix & Genest (BBWA U 5/2)

Neue Heizzentrale für Mix & Genest (BBWA U 5/2)

Das Unternehmen hatte früh bereist Zweigniederlassungen in Dresden und Hamburg. Unternehmenszweck war die Ausstattung von privaten sowie Verwaltungs- und Fabrikgebäuden mit Gebäudetechnik – hier vor allem Belüftung und Klimatisierung, aber auch Rohrleistungs-, Heizungs- und Feuerungsanlagen sowie sogar zentrale Staubsaugeranlagen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Berliner Firmensitz nur noch Zweigniederlassung der Hamburger Zentrale. In der Kreuzberger Fabrik in der Markgrafenstraße 10 unweit der Sektorengrenze in unmittelbarer Nachbarschaft zum Verlag von Axel Springer arbeiteten 1964 130 Angestellte. Im hundertsten Jahr des Unternehmensbestehens zog Rietschel & Henneberg in den Friedrich-Olbricht-Damm 64 um, wo das Unternehmen bis kurz nach der Jahrtausendwende existierte.

Dem Wirtschaftsarchiv sind nun drei Ordner mit Fotos zur Dokumentation von Anlagen der Gebäudetechnik übergeben worden, die Rietschel & Henneberg beispielsweise bei der Staatlichen Porzellanmanufaktur, im Wernerwerk der Siemens AG oder der Konzernzentrale von Mix & Genest einbaute. Auch Fernwärmeleitungen etwa vom Kraftwerk Reuter zur Papierfabrik Gottschalk sind hier dokumentiert.

Der Bestand U 5/2 Rietschel & Henneberg GmbH & Co. KG wird nach Bearbeitung für die Einsichtnahme zur Verfügung stehen.

 

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