Meine Recherche im Wirtschaftsarchiv – Ferdinand Neumann GmbH
In einer Recherche-Übung im Rahmen meines Praktikums beschäftigte ich mich in den letzten Wochen mit der Ferdinand Neumann GmbH.
In einer Recherche-Übung im Rahmen meines Praktikums beschäftigte ich mich in den letzten Wochen mit der Ferdinand Neumann GmbH.
Etwa 520 meist handschriftliche Dokumente sind aus der Zeit von 1873 bis 1955 überliefert und nun mitsamt einigen Risszeichen sowie vielen Grundbuchauszügen in das Wirtschaftsarchiv gekommen. Sie zeigen, wie Alfred Schrobsdorff den Bau des Quartiers Neu-Westend geplant und umgesetzt hat.
„Kiepert am Knie – Bücher für Sie“ war der eingängige Slogan, der solange bestand hatte, wie der Ernst-Reuter-Platz noch „das Knie“ war. 1955/56 dann entstand auf dem Eckgrundstück das „Haus Hardenberg“ nach Plänen des Architekten Paul Schwebes, der auch für das Telefunkenhochhaus (heute TU Berlin) und das Bikini-Haus verantwortlich zeichnete.
Berlin liebt Massenereignisse, und das Berliner Jahr wird weniger durch Heiligenfeiertage als durch den Rhythmus der Ausstellungen „unter dem Funkturm“ getaktet. Drei von ihnen gehen unmittelbar auf die 1920er Jahre zurück: Grüne Woche, Funkausstellung und Automobilausstellung. Nach Ausstellungen in den Stadtbahnbögen der Georgenstraße und in den Ausstellungshallen am Zoo ließ der Verein Deutscher Motorfahrzeugindustrieller 1914 durch Hans Alfred Richter eine repräsentative Halle am Stadtbahnring in Charlottenburg errichten. Nach Kriegsende 1918 wurden durch die dekretierte Demilitarisierung ehemalige Kasernengelände für andere Nutzungen frei.
Um 1830 erreichte die Industrialisierung aus Berlin auch das Umland mit Charlottenburg. Die Selbstständigkeit als Stadt Chalottenburg dokumentierte später eindrucksvoll der Neubau des Rathauses. Durch die Ringbahn hatte Charlottenburg Anschluss an das Eisenbahnnetz, die Energieversorgung übernahmen das Kraftwerk an der Spree und das Gaswerk in Martinikenfelde.
Urban & Lemm am Nonnendamm Wenn man die Stadtautobahn A 100 nach Norden über die Rudolf-Wissell-Brücke fährt, überquert man die Spree und die Charlottenburger Schleuseninsel. Rechts ist ein um 1910 errichteter fünfgeschossiger Industriebau zu sehen, dessen Stirnseite markanter Werbeträger ist. Dieses Haus ist ein Zeuge der Wirtschaftsgeschichte Charlottenburgs und wurde einst vom Schuhputzhersteller Urban & Lemm genutzt.
Nachdem die Bezirksverordnetenversammlung von Charlottenburg den Wiederaufbau des Schlosses beschlossen hat, ging man an die Erneuerung der Bausubstanz. In den 50er Jahren war der zentrale Neringbau dran: Er brauchte eine neue Kuppel.