Alle Artikel mit dem Schlagwort: Unternehmensgeschichte

Unserm Herrn Direktor Reinhold Wilcke

Glückwunschbriefe, Jubelkarten und vor allem Gratulationstelegramme erhielt Reinhold Wilcke zu seinem 75. Geburtstag am 23. Juli 1941, den er nur um zwei Wochen überlebte. Die Grußadressen, die nun mit Dokumenten und Fotografien dem Berlin-Brandenburgischen Wirtschaftsarchiv übergeben wurden, zeichnen das Bild eines „menschlichen Managers“, eines Geschäftsführers und Prokuristen, der bei der Belegschaft seines Unternehmens beliebt war und dem die leitenden Angestellten schon zum 52. Geburtstag 1918 ein kalligraphisches Kunstwerk überreichten – aber ohne Geschenk; stattdessen überwiesen sie eine Summe an das Kriegsblindenheim in der Bellevuestraße.

Die Beermannsche Landmaschinenfabrik

Im Jahre 1849 gründet Carl Beermann eine Maschinenbauanstalt in der Dresdener Straße 26. Zunächst werden hier Nähmaschinen hergestellt. Als mit dem Boom der Gründerzeit die Nachfrage an landwirtschaftlichem Gerät stark zunimmt, erkennt Beermann die Zeichen der Zeit und sattelt um: Auf dem neuerworbenen Grundstück in der Köpenicker Straße am Schlesischen Tor werden ab 1856 „Pflüge aller Art, Walzen, Schollenbrecher, Sämaschinen, Göpelmaschinen, Rübenschneider und Häcksler“ hergestellt.

Hugo Hopfe – Beste Naeh- und Maschinen-Seide

Paul Bischoff & Hugo Hopfe gründen 1886 eine „Fabrikation roher u. gefärbt. Seiden. Spezialität: Chappe, Organsin und Trame, C Stralauerstr. 39. I. Inhaber: Paul Bischoff u. Hugo Hopfe.“ Der erste Eintrag des neuen Unternehmens in das Berliner Adressbuch erfolgt 1887. Die Geschäftspartner führen das Unternehmen gemeinsam bis zum Ende des Jahrhunderts. Im Jahr 1900 bezieht das Unternehmen Hugo Hopfe (ohne Bischoff) die neue Produktionsstätte in der Brückenstraße 13a II und hat erstmals einen eigenen Eintrag im Berliner Adressbuch, ebenso die Firma Paul Bischoff (ohne Hopfe).