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Produktives Duo: Karl Mey und Wilhelm Wagenfeld

Wie Kunst und Technik zusammengehen, Industrieproduktion und Design, das zeigt das Beispiel des Fabrikanten Dr. Karl Mey und des Bauhausschülers und Industriedesigners Wilhelm Wagenfeld. Die „Wagenfeld-Lampe“ gilt als Ikone des Bauhaus-Industriedesigns.Der Arbeitskreis Technikgeschichte des Bezirksvereins des Vereins Deutscher Ingenieure widmet diesem produktiven Duo den Vortragsabend „Fabrikanten und Gestalter im Industriezeitalter. Das Beispiel Karl Mey und Wilhelm Wagenfeld“ am 9. Februar um 17.30 Uhr im Deutschen Technikmuseum Berlin. Es spricht der Grafikdesigner und Kunsthistoriker Dr. Walter Scheiffele. Im Ankündigungstext des Technikmuseums heißt es:

„Technik- wie Kunsthistoriker haben lange Zeit die Bedeutung der Industriellen für die moderne Gestaltung unterschätzt. Zu den Industriellen, die mit einer weit über das Ökonomische hinausreichenden Industriestrategie dem kulturellen Programm des Bauhauses nahekamen, zählt Dr. Karl Mey (1879 – 1945). In seinem Wirkungsfeld wurde Walter Gropius‘ (1883-1969) Credo beherzigt: „Kunst und Technik – eine neue Einheit“.

Im Firmenkomplex der AEG, Osram und Telefunken in führender Position, wirkte Mey – was bis heute kaum bekannt ist – als ein „Katalysator“ des Industriedesigns. Als Aufsichtsratsvorsitzender der Vereinigten Lausitzer Glaswerke war er seit 1934/35 mit der Sanierung und Modernisierung des größten deutschen Glasunternehmens beschäftigt, und er begriff, deutlicher als viele andere, dass die Integration von Gestaltern wie Wilhelm Wagenfeld (1900-1990) in die industrielle Produktion ein zentrales Moment der Modernisierung war. Wagenfelds Werk hätte ohne sein entschiedenes Engagement kaum die uns bekannte Dimension erreicht. Hier ist ein Industrieller zum Alter Ego des erfolgreichsten deutschen Gestalters in der Industrie geworden.

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