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„Reformation – M(m)acht – Geschichte“ – 13. Potsdamer Geschichtsbörse

Die Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte/Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte veranstaltete am letzten Sonntag in Kooperation mit der GeschichtsManufaktur Potsdam die 13. Potsdamer Geschichtsbörse im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte zum Thema „Luther und die Folgen für Preußen und Brandenburg“ im Lutherjahr.  Im Rahmen dieser Veranstaltung stellten Heimat- und Geschichtsvereine, Museen und Verlage aus Berlin und Brandenburg in der historischen Gewölbehalle ihre Arbeit vor, präsentierten Publikationen, tauschen Erfahrungen aus und boten Gespräche an. Zur Vertiefung des Themas wurde im Konferenzraum ein Vortragsprogramm durchgeführt.

Dr. Kurt Winkler bei seiner Begrüßung zur 13. Potsdamer Geschichtsbörse (Foto: BBWA)

Dr. Kurt Winkler bei seiner Begrüßung zur 13. Potsdamer Geschichtsbörse (Foto: BBWA)

Zur Begrüßung sprachen Dr. Kurt Winkler, Geschäftsführer der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH, sowie Dr. Ulrike Gutheil, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg. Nach der Vorstellung des Themenjahres 2017 von Kulturland Brandenburg „Wort & Wirkung. Luther und die Reformation in Brandenburg“ durch Frau Brigitte Faber-Schmidt präsentierte Dr. Ruth Slenczka, wissenschaftliche Kuratorin,  Einzelheiten zur für September 2017 geplanten HBPG-Sonderausstellung „Reformation und Freiheit. Luther und die Folgen für Preußen und Brandenburg“ (8. September 2017 bis 21. Januar 2018).

Zu den sich anschließenden Vorträge rund um Luthers Wirken und Handeln zählte der Vortrag „‚Unsern Evangelisch-Reformierten Glaubens-Genossen Französischer Nation‘. Arbeit als Pflicht, protestantischer Gewerbefleiß und das Edikt von Potsdam“ vom Geschäftsführer des BBWA, Björn Berghausen, der  „Luther und die Wirtschaft“ im Focus hatte. Er zeigte auf, wie Luther einerseits Zinsen und Finanzspekulationen ablehnte, andererseits mi seiner Auffassung von Beruf als Pflicht maßgeblichen Einfluss auf Wirtschaftsethiken genommen hat. Die Debatten seit Marx, Sombart und Max Weber über die Geburt des Kapitalismus oder die protestantische Ethik zeigten „Luther und die Folgen“.

Martin Luther (Bild: Dieter Schulz pixelio.de )

Martin Luther (Bild: Dieter Schulz pixelio.de )

Eine der Folgen war das Edikt von Potsdam, das einen sehr erheblich wirtschaftlichen Charakter hat, auch wenn es auch als „Toleranzedikt“ bekannt ist, und wesentlich dazu beitrug, die Wirtschaft des im Dreißigjährigen Krieg zerstörten Brandenburg zu beleben. Das Edikt legte damit den Grundstein für die Erstarkung Brandenburg-Preußens. Viele von ihnen flohen nach Berlin und Brandenburg und sorgten durch ihren Gewerbefleiß dort für einen wirtschaftlichen Aufschwung.

Zu den Projekten im Rahmen des Themenjahres von Kulturland Brandenburg 2017 gehören u.a. künstlerische Erkundungen im Reformationsland Brandenburg in Bad Wilsnack, Brandenburg an der Havel, Luckau und Prenzlau.

Der Kutschstall war Teil der Hofhaltung des Potsdamer Stadtschlosses. Im Erdgeschoss standen einst die Kutschpferde längs eines Mittelgangs in abgetrennten Boxen. Heute können Sie die wunderschöne dreischiffige Halle mit Kreuzgewölbe und sechs roten Sandsteinpfeilern als besonderen Veranstaltungsort mieten.

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