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Vortragsreihe „Terraingesellschaften und Architektur des 19. Jahrhunderts in Berlin“ (Forum Stadtbild)

Oberbaumbrücke (BBWA S1/2/1899)

Das Forum Stadtbild Berlin bietet unter dem Oberthema „Terraingesellschaften und Architektur des 19. Jahrhunderts in Berlin und Vororte“ monatlich Vorträge an. Diese Vorträge befassen sich mit der Entwicklung Berlins und seiner Vororte durch Terraingesellschaften im 19. Jahrhundert und betrachten sowohl Persönlichkeiten wie Architekten und die Terrainunternehmer als auch allgemeine Oberthemen wie Brücken und Gründerzeitfassaden.

Die Vortragsreihe findet findet an jedem dritten Donnerstag im MObnat ab 19 Uhr im Minna-Cauer-Saal im Rathaus Charlottenburg statt (Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin, U-Bhf. Richard-Wagner-Platz U7). Um Anmeldung wird gebeten.

Vortragsreihe 2026

Für jeden Vortrag gibt es eine separate Einladung

Donnerstag, den 15.01.2026

Wolfgang Hocquél: „100 Jahre Art déco. Architektur und Kunst der Goldenen Zwanziger Jahre.“

Anders als Jugendstil und Bauhaus ist das Art Deco trotz seiner ungeheuren künstlerischen Vielfalt heute meist nur in Fachkreisen ein Begriff. Völlig zu unrecht, denn es handelt sich um einen äußerst innovativen Dekorationsstil, der alle Bereiche der angewandten Kunst – Kunsthandwerk, Architektur, Mode, Film, Buchgestaltung etc. – umfasste. Achtung: Die Veranstaltung findet im Bürgersaal statt.

Donnerstag, den 19.02.2026

Oberbaumbrücke

Oberbaumbrücke (BBWA S1/2/1569)

Christian Simon: „Brücken in Berlin“

Berlin ist eine Stadt der Brücken. Christian Simon stellt in diesem Buch 50 bekannte und weniger bekannte Meisterwerke vor, die sich durch eine besondere Architektur und eine bewegte Geschichte auszeichnen. Achtung: Die Veranstaltung findet im Festsaal statt.

Donnerstag, den 19.03.2026

Katrin Lesser: „Der Gartenarchitekt Ludwig Lesser“

Ludwig Lesser war nach den Worten Hermann Matterns der erste freischaffende, ausschließlich planerisch und beratend tätige Gartenarchitekt in Deutschland. Er gehörte zu jener Generation junger Gartenarchitekten, die die von den Hochbauarchitekten eingeläutete Reform der Gartenkunst durchsetzte. Dabei trat er stets für eine gute Zusammenarbeit zwischen Architekt und Gartengestalter ein, die eine enge Verzahnung des Gebäudes mit dem umliegenden Garten
ermöglichen sollte und war Vorreiter in der Volksparkidee.

Donnerstag, den 16.04.2026

Michael Bienert: „Das aufgeklärte Berlin“

Die durch Intoleranz, Dogmatismus und Machtanmaßung vernichtete Berliner Altstadt wird mit der Erzählung über die Menschen wiedererweckt, die Berlin zum intellektuellen Zentrum machten, durch ihr Denken und Handeln die neue Zeit der Aufklärung prägten und damit die Grundlage für unsere moderne Gesellschaft legte. Es werden damit Orte und Architektur der Berliner Altstadt vorstellbar gemacht.

Donnerstag, den 21.05.2026

Bayerischer Platz (BBWA S1/2/757)

Bayerischer Platz (BBWA S1/2/757)

Joachim Werner: „Der Architekt Hans Altmann“

Als Gemeindebaurat von Friedenau (1908-1920) schuf er stadtbildprägende Bauten wie Rathaus, Schulen, Gemeindehaus, den Friedhof Friedenau mit der Urnenhalle sowie Geschäftshäuser, die heute allesamt unter Denkmalschutz stehen. Obwohl sie in der Formensprache des Historismus bzw. des Eklektizismus stehen, sind sie von der Funktion her modern beeinflusst und werden von den Nutzern hoch geschätzt. Achtung: Die Veranstaltung findet im Festsaal statt.

Donnerstag, 18.06.2026

Bettina Held: „Der Architekt Ernst Paulus“

„Willenskraft – Wege schafft!“ lautete der Wahlspruch von Ernst Paulus (1868-1936). Mit seinen Partnern Georg August Dinklage und Olaf Lilloe schuf er ab 1900 bis 1918 rund 100 Bauten in Berlin und auch weiterer Umgebung. 1924 assoziierte er sich mit seinem ältesten Sohn Günther – aber das ist ein anderes Kapitel.

Donnerstag, den 17.09.2026

Martin Germer: „Der Architekt Franz Heinrich Schwechten – Innovative Konstruktion im historischen Gewand“

Vom Anhalter Bahnhof über die neoromanische KaiserWilhelm-Gedächtnis-Kirche von 1895 über die neugotische Apostel-Paulus-Kirche in Berlin-Schöneberg bis zur heutigen Kulturbrauerei und dem 1912 fertiggestellten „Haus Potsdam“ reicht das Architekturrepertoire über das auch in Bezug auf seine Innovationen erinnert werden wird.

Donnerstag, den 15.10.2026

Schlossfreiheit von Eduard Gaertner

Schlossfreiheit von Eduard Gaertner

Karin Rase: „Der Maler Eduard Gaertner“

Eduard Gaertner (1801-1877) hat zwischen 1828 und 1870 zahlreiche Ansichten von Berlin gemalt, die Berlin im Biedermeier zeigen.

Donnerstag, den 19.11.2026

Bernd Westermann: „Charlottenburger Gesichter, Gebäudefassaden von der Gründerzeit bis in die Zwanzigerjahre“

Alle Bauschaffenden, die in Charlottenburg von der Gründerzeit bis in die Zwanziger Jahre noch heute sichtbare Spuren hinterließen, mussten zugleich Bedürfnisse nach Funktionalität und Repräsentativität befriedigen. Unter „Charlottenburger Gesichter“ werden u. a. Leben und Wirken dieser Bauschaffenden betrachtet: Alfred Schrobsdorff, Richard Bielenberg & Josef Moser, Heinrich Reinhard & Georg Süßenguth, Heinrich Seeling, Paul Bratring, Albert Gessner, Carl Wenczek, Alfred Messel, Hermann Heider, Oskar Launer & Otto Klöppel, Emilie Winkelmann und viele andere werden mit ihren Werken in Erinnerung gerufen

Forum Stadtbild Berlin e.V.

Das Forum Stadtbild Berlin, gegründet im Jahr 2002, hat den Zweck, daran zu erinnern, Berlin als ein künstlerisches und technisches Gesamtkunstwerk zu bewahren. Der Fokus liegt nicht nur auf dem Erhalt der historischen Bausubstanz, sondern auch auf der Wiederherstellung von Architektur aus stilprägenden Epochen wie der Gründerzeit, der Kaiserzeit, der Weimarer Zeit und der Moderne. Das Ziel ist, das unverwechselbare Erscheinungsbild mit einem Wiedererkennungswert der Stadt zu bewahren – im Hinblick auf die Stilprägung durch Pflasterung, Beleuchtung, Bepflanzung und prägende Bauten. Der Schutz und die Wiederherstellung wertvoller Gebäude sowie die Orientierung am historischen Grundriss der Straßen und Plätze dienen im Sinne des Forums Stadtbild der Bewahrung der Berliner Identität. In diesem Sinne unterstützt es das Planwerk Innenstadt und das Leitbild der europäischen Stadt.
Das Forum Stadtbild verfolgt seine Arbeit durch Vorträge, Ausstellungen und öffentlichkeitswirksame Aktionen.

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