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100 Jahre OSZ Banken und Versicherungen

Festvortrag zum 100jährigen Jubiläum: Bundesfinanzminister a.D. Peer Steinbrück

Das BBWA stellt aus und feiert mit

Am 27. September feierte das Oberstufenzentrum Banken und Versicherungen seinen hundertsten Geburtstag.

Aus diesem Anlass waren die Kooperationspartner der Schule – allen voran die Banken und Versicherungen, deren Auszubildende innerhalb der dualen Berufsausbildung Schüler des OSZ sind – eingeladen, sich am Vormittag zu präsentieren. Auch das Berlin-Brandenburgische Wirtschaftsarchiv stellte sich den Schülern vor, denn in diesem Jahr haben viele von Ihnen in den Beständen des Archivs und in der Bibliothek recherchiert. „Lernen für die Zukunft aus der Wirtschaftsgeschichte“ heißt das Projekt, das seit Anfang des Jahres Schüler in das Archiv lockt, wo sie an Originalunterlagen ihre Kenntnisse über die Zusammenhänge zwischen Wirtschaft und Finanzen vertiefen konnten.

Prof. Dr. Klaus Dettmer im Gespräch mit Lehrern des OSZ

Prof. Dr. Klaus Dettmer im Gespräch mit Lehrern des OSZ

Außerdem unterstützte das Wirtschaftsarchiv die Schule bei der Erstellung der Schulchronik und einer Ausstellung zu den Ereignissen der vergangenen hundert Jahre. Blickfang waren hierbei die Photoalben der Ruderinnenklasse der „Berufsschule für das Bank- und Versicherungsgewerbe“ aus den 50er Jahren, die genauso zu bestaunen waren wie die umfangreiche Notgeldsammlung der Schule.

Am 1. Oktober 1912 richtete die Korporation der Kaufmannschaft von Berlin in einer „Versicherungs-Fachschule“ drei Klassen ein. 1920 übernahm die IHK Berlin die Trägerschaft der Schule. Erst 1927 wurde auch eine „Berufsfachschule für das Bankgewerbe“ eingerichtet. Beide Schulen zogen 1930 unter ein Dach in der Dessauer Straße 24 in Kreuzberg und wurden am 1. Oktober 1936 zur „Berufsschule für das Bank- und Versicherungsgewerbe“ vereinigt. Wegen Bombenschäden zum Umzug gezwungen, siedelte der Schulbetrieb im Herbst 1944 in die ehemalige Jüdische Knabenschule in der Großen Hamburger Straße 27 über, wo auch nach Kriegsende der Schulbetrieb fortgesetzt wurde, nach Gründung der DDR als „Berufsschule für die Bank-, Versicherungs- und Industriekaufleute Prof. Dr. Richard Fuchs“.

Seit Dezember 1948 jedoch waren die meisten Lehrer und Schüler in den amerikanischen Sektor in die Steglitzer Ringstraße 3 umgezogen, wo die Berufsschule bis 1955 blieb. Im Juli 1981 wurde aus der Berufsschule am Ostpreußendamm das „Oberstufenzentrum Banken und Versicherungen“, das einen Monat später an den heutigen Standort Alt-Moabit 10 umzog und hier noch einige organisatorische Veränderungen erlebte, etwa die Integration der Ravené-Oberschule.

In den Festansprachen am Nachmittag betonte Staatssekretär Mark Rackles von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft die Bedeutung der Oberstufenzentren in der Berliner Schullandschaft. Der Hauptgeschäftsführer der IHK Berlin Jan Eder gratulierte mit dem Hinweis darauf, wie wichtig den Berliner Banken und Versicherungen eine gute Ausbildung ihrer Mitarbeiter schon seit 100 Jahren ist. Der Bundesfinanzminister a.D. Peer Steinbrück mahnte eindringlich an, den angehenden Bankern angesichts der derzeitigen Finanzlage bereits in ihrer Ausbildung Werte und ein Bewusstsein für die Notwendigkeit balancierter Märkte zu vermitteln. Der ehemalige Minister hatte dem OSZ bereits 2009 einen Besuch abgestattet.

Die musikalische Gestaltung des Festaktes versahen Schülerinnen und Schüler des Musikgymnasiums Carl Philipp Emanuel Bach.

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