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Elefanten im Winterdienst

Der Winter vor hundert Jahren setzte der Bevölkerung überall heftig zu: Wegen des Ersten Weltkrieges war die Versorgungslage prekär, die Motorisierung der Stadtversorgung noch extrem unterentwickelt und alles, was fahren konnte oder mit vier Beinen große Lasten bewegen konnte, war im Einsatz – meistens an der Front.

Elefant im Kriegseinsatz in Berlin (Berliner Illustrirte Zeitung Nr. 1, 1918)

Elefant im Kriegseinsatz in Berlin (Berliner Illustrirte Zeitung Nr. 1, 1918)

Um die Nachfrage nach Zugtieren wenigstens ein wenig zu lindern, hatte der Hamburger Tierpark Hagenbeck dem Militär seine Elefanten für den Kriegshilfsdienst angeboten. Im Kriegswinter 1917 sah man Hagenbecks Dickhäuter allerdings kriegswichtige Arbeit verrichten: Sie zogen Riesenkessel für eine Rüstungsschmiede durch den hohen Schnee, der andernorts von Frauen, deren Männer an der Front waren, in Schaufelkolonnen von den Straßen gefegt wurde.

Der Anblick der Elefanten dürfte die Berliner ein wenig überrascht haben: „Ick kieke, staune, wundre mir, ‘n Elefant vor meener Tür?“ Vor allem aber bezeugten die Elefanten den allgemeinen Mangel des Krieges, durch den das Deutsche Reich die Herkunftsländer der Elefanten verloren hatte: die Kolonien. Nach dem Krieg kehrten die meisten Elefanten zu Hagenbeck zurück und konnten die Herzen der Besucher wieder in friedlicher Umgebung erfreuen.

Elefantöse Weihnachten

Wir wünschen allen Freunden und Förderern des Wirtschaftsarchivs elefantöse Weihnachten ohne jeden Mangel, friedvolle Feiertrage und ein en guten Start ins neue Jahr!

Wir sind für Sie am 2.1.17 wieder da!

Frohes Fest!

 

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