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Crowdsourcing-Praxisbericht

Wiegandhaus (Foto: BBWA)

Das dritte Treffen des Arbeitskreises Wissenschaftliche Archive in Berlin – dieses Mal im von Peter Behrens entworfenen Haus Wiegand des Deutschen Archäologischen Instituts – stand unter dem Zeichen des Crowdsourcings. Insbesondere bei der Bearbeitung von Fotobeständen, so schilderten die anwesenden Archive, sei der Einsatz von ehrenamtlichen Helfern denkbar und wünschenswert; vor allem wenn sie Spezialkenntnisse mitbringen (indem sie etwa selbst dabei waren).

Zum Thema „Öffentlichkeitswirksame Ehrenamtsprojekte“ referierte Björn Berghausen, Geschäftsführer des Berlin-Brandenburgischen Wirtschaftsarchivs, und gab Einblick in seine Erfahrungen aus mittlerweile drei Transkriptionsprojekten mit Berliner Senioren und einem Treffen zum Foto-Crowdsourcing. Das Internet sei zwar ein praktisches Vehikel, wenn man die Schwarmintelligenz ansprechen möchte, jedoch sei hierfür eine ausreichend große Besucherzahl unabdingbar. Deshalb sei die gezielte Ansprache einer definierten „Crowd“ sinnvoller; indem man gezielt solche Personen anspricht, die etwa bei der Beschreibung von Personen und Örtlichkeiten auf Fotos bereits Vorwissen mitbringen (so geschehen beim Foto-.Treffen des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller im letzten Jahr) oder indem man zum Beispiele für Brieftranskriptionen zwei besondere Ressourcen anzapft, die insbesondere Senioren mitbringen: Zeit und Knowhow. Dennoch bleibt die Arbeit in solchen Projekten betreuungsintensiv, weshalb Archive den Nutzen stets zuvor evaluieren sollten.

In der anschließenden Diskussion wurde insbesondere unterstrichen, dass solche Projekte die Arbeit des Archivars nicht ersetzen, sondern allenfalls ergänzen können. Die Möglichkeit, hier auch für die interne und externe Öffentlichkeitsarbeit Ideen und Nutzen zu ernten, erschien reizvoll.

 

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