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Bauhistorisches Arbeiten mit dem Holzmann-Bildarchiv

Seit 2010 erarbeiten Studierende des Fachbereichs Bauingenieurwesen an der FH Potsdam bauhistorische Fallstudien von einzelnen Bauprojekten der Philipp Holzmann AG. Dieses interdisziplinäre Format wird auch nach Umzug des Bildarchivs in das Berlin-Brandenburgische Wirtschaftsarchiv fortgesetzt.

Ziel und Mehrwert des Projektes am Lehrstuhl von prof. Andreas Kahlow ist eine Belegarbeit (“Ingenieurprojekt”), die anhand von Bauten der Philipp Holzmann AG Einzelschritte von Bauvorhaben analysieren und Besonderheiten herausarbeiten. 2010 formulierte der begleitende Weblog der Fachhochschule Potsdam: „Für die Ingenieurstudenten bildet die thematische Recherche ausgewählter Baubereiche im Vordergrund – es könnten z.B. U-Bahn Bauprojekte, Hafenbauten, Hochhäuser oder auch einzelne Verfahren wie z.B. Grundbaumethoden, Spannbeton usw. sein, an denen Fallstudien herausgearbeitet werden.“ Neben einer Übersicht über die Tätigkeit des ehemals größten deutschen Baukonzerns erwerben die Studierenden Fähigkeiten zur technischen Dokumentation an hochrangigen und zum Teil allseits bekannten Bauprojekten. In der Vergangenheit waren etwa der Hamburger Elbtunnel, das Berliner Kongreßzentrum (Haus der Kulturen der Welt) oder das Internationale Sportstadion im saudiarabischen Riad Thema solcher Ingenieursarbeiten.

Inneres einer Schleusenwand beim Bau des Elbtunnels (Foto: BBWA 5/3/20 Bildarchiv der Philipp Holzmann AG/Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.)

Inneres einer Schleusenwand beim Bau des Elbtunnels (Foto: BBWA 5/3/20 Bildarchiv der Philipp Holzmann AG/Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.)

Nach dem Umzug es Bildarchivs Mitte Oktober startet nun Anfang November gleich en neuer Kurs mit fünf oder sechs Themen in das neue Semester. Die Studierenden hatten hierbei auch Gelegenheit, nicht nur einen Blick in das Fotomagazin zu werden, sondern – mit größter Vorsicht – auch Hand an die Fotodokumente zu legen.

Die Bearbeitung des Bestande U 5/3 Bildarchiv der Holzmann AG / Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. wird 2018 beginnen. Das schließt neben Digitalisierung und Verzeichnung auch die konservatorische Behandlung der Fotos und Filme ein, die derzeit noch in ihren „historischen Verpackungen“ liegen.

Gleichzeitig dokumentiert die Arbeit der Studierenden den nahtlosen Übergang des kultur- und bauhistorisch wertvollen Bestandes vom Bauhauptverband auf das Wirtschaftsarchiv, denn das Bildarchiv ist jetzt breits wieder voll nutzbar.

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