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Lebeck-Sammlung im Winterquartier

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller freut sich, dass die „Kiosk“-Sammlung von Robert Lebeck dauerhaft die Kulturlandschaft Berlins bereichern wird. Kulturstaatssekretär Tim Renner unterstreicht, wie wichtig es ist, die Sammlung präsent zu halten, zumal die Fotodokumentation Einblicke in die Entstehungszusammenhänge des Reportagebildes ermöglicht. Der Experte Prof. Dr. Patrick Rößler atmet auf, weil die bedeutende Sammlung nicht zerschlagen wird. Und das Berlin-Brandenburgische Wirtschaftsarchiv unterstützt das Pressemuseum, indem es den rund 35.000 Zeitschriftenexemplaren nicht nur ein Winterquartier gewährt, bis das Museum seine eigenen Magazine hergerichtet hat, sondern die Sammlung in dieser Zeit nutzbar hält.

Die Sammlung zieht im BBWA ein (Foto: BBWA)

Die Sammlung zieht im BBWA ein (Foto: BBWA)

Das Deutsche Pressemuseum im Ullsteinhaus hat die Sammlung zur Geschichte der Fotoreportage 2016 zu Gunsten des Landes Berlin mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin angekauft. „Kiosk“ ist die Dokumentation der Geschichte der Fotoreportage und beschreibt in bislang einzigartiger Weise, wie das Medium Foto in das Medium Zeitung eingebunden worden ist. Die Sammlung Robert Lebecks umfasst Erstausgaben und Unikate von Zeitschriften, Zeitungen und Magazinen von 1839 bis 1973 – vom ersten Druck eines Fotos in einer Zeitung bis zur letzten Ausgabe des legendären „Life“- Magazine.

Die Bildreportagen sind Quellen eigenen Ranges zu mannigfaltigen Erkenntnisinteressen, wie Prof. Rößler bei der Eröffnung der Ausstellung im Ullsteinhaus am 2. November sagte, wo ein kleiner Teil der Sammlung gezeigt wird und Appetit auf mehr macht. Die Sammlung sei eine Auswahl aus dem uferlosen Angebot der Zeitschriftenliteratur der letzten anderthalb Jahrhunderte, die von einem ausgewiesenen Kenner getroffen wurde. Das Medium der Zeitschrift fällt häufig durch das Dokumentationsraster von Archiven und Museen, weshalb es nach Jahren zu einem rarem Gut werden kann, obschon es in höchsten Auflagen erschienen ist (Stichwort „Ephemera“). Auch deshalb sei Lebecks „Vorschlag einer Dokumentation der Geschichte der Fotoreportarge“ ein „kulturhistorischer Schatz“ (Rößler).

„Ein gutes Photo macht unsterblich“, hat Robert Lebeck (1929-2014) gesagt, und angesichts des Stellenwerts der visuellen Kommunikation kann man ihm nur zustimmen. Beispiele aus der Sammlung leben bis heute als Bildikonen: Präsident Ebert in Badehose etwa.

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Holger Wettingfeld, Initiator des Museumsprojektes, bei der Vernissage der Austellung Kiosk-Sammlung Robert Lebeck am 2. November 2016 (Foto: BBWA)

Holger Wettingfeld, Initiator des Museumsprojektes, bei der Vernissage der Ausstellung „Kiosk-Sammlung Robert Lebeck“ am 2. November 2016 (Foto: BBWA)

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