Archivgut
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Kommissionsbuch gefunden – Wer kann helfen?

Nicht selten finden sich im Nachlass der Vorfahren alte Bücher und Unterlagen – doch nur in den seltensten Fällen gelangen diese an ihren bestmöglichen Bestimmungsort – ins Archiv. Am gestrigen Donnerstag hatten wir wieder einmal großes Glück, als uns ein ganz besonderer Leckerbissen kredenzt wurde.Herr Wette brachte uns ein altes, großes und vor allem schweres Kommissionsbuch eines uns bislang unbekannten Diplom-Ingenieurs aus München, welches er neben einem Müllcontainer  mit zu kleiner Öffnung für das große Buch gefunden hatte. Heinrich Weinzierl begann 1903 seine Aufträge in dieses Buch einzutragen und setzte dies bis 1953 fort. Insbesondere in den Kriegszeiten finden sich zwar einige Lücken, was aber nicht ungewöhnlich ist.

Ungewöhnlich ist aber, dass das Kommissionsbuch eines Münchner Unternehmers in Berlin aufgefunden und dann zu uns gebracht wird. Deshalb bitten wir an dieser Stelle auch die Leser unseres Weblogs um Mithilfe bei der Suche nach Informationen über Heinrich Weinzierl und sein Unternehmen. Wir würden uns über Hinweise außerordentlich freuen und nach Klärung aller Sachverhalte dafür sorgen, dass das Kommissionsbuch entweder weiterhin bei uns aufbewahrt oder an ein besser geeignetes Archiv in Bayern übergeben werden kann.

Wir bedanken uns bei Herrn Wette, der das Buch nicht nur vor der sicheren Vernichtung gerettet, sondern anschließend auch noch zu uns ins BBWA gebracht hat, damit wir es für die weitere Benutzung bereitstellen können.

2 Kommentare

  1. Rainer Döhle sagt

    Die Adressbücher verzeichnen den Mann bis 1966 in der Menzinger Str. 19, das ist die frühere Kemnatenstr. 3a (die befand sich also nicht an der heutigen Kemnatenstr.).
    Auf dieser Seite: https://www.fold3.com/image/270073684/ findet man eine Entnazifizierungsakte, in der der Dipl.-Ing Heinrich Weinzierl mit einem Geburtsdatum 22.12.1889 verzeichnet ist; das würde bedeuten, dass er mit noch nicht einmal 14 Jahren das Kommissionsbuch begonnen hätte.
    Hier: https://www.myheritage.de/names/gottfried_weinzierl wird ein Gottfried Heinrich Weinzierl, geboren 1889 genannt, wobei nicht sicher ist, ob das derselbe wie aus der Entnazifizierungsakte ist, denn als Rufname wird dort Gottfried, nicht Heinrich angegeben.
    Die Adressbücher führen ansonsten für 1914-1918 einen Techniker Heinrich Weinzierl in der Maillingerstr. 1, also auch im Münchner Nordwesten, könnte mit unserem Heinrich daher identisch sein.
    Wegen der Diplomierung wärevielleicht eine Recherche in den Beständen des Archivs der Technischen Hochschule hilfreich, siehe: http://www.archiv.tum.de/bestaende/
    Offenbar ist Heinrich Weinzierl weder auf dem Friedhof Nymphenburg, noch auf dem Westfriedhof begraben, zumindest sind dort keine Grabsteine von ihm erhalten; aber vielleicht hat es ihn ja zum Ende seines Lebens ja auch nach Berlin verschlagen, wo sein Kommissionsbuch aufgetaucht ist.

    Mit freundlichen Grüßen
    Rainer Döhle

  2. Margarete Handl sagt

    aus dem Münchener Adressbuch von 1935:
    Weinzierl Heinrich, Bauingen., berat. Bauingenieur Kemnatenstr. 3a F 62204

    im Adressbuch von 1906 ist er nicht eingetragen.

    Möge es helfen!
    Margarete Handl

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